KI in der Bildung

Werkzeuge, Prüfungen und Medienkompetenz im Klassenzimmer und in der Weiterbildung.

Moderner Schweizer Seminarraum mit Laptops, Papiernotizen und digitalem Lernmaterial

Kompetenz vor Effizienz

Generative Systeme können beim Üben und Strukturieren helfen. Lernen entsteht aber durch Auseinandersetzung, Rückfragen und eigene Formulierungen. Schulen brauchen Regeln, die diesen Prozess stärken, statt ihn durch reine Effizienzgewinne zu verdrängen.

Faire Beurteilung

Bei schriftlichen Arbeiten sollten Lernziele und erlaubte Hilfsmittel klar benannt werden. Lehrpersonen benötigen Zeit, Aufgaben so zu gestalten, dass Verständnis und nicht nur die Ausgabe eines Systems sichtbar wird.

Erwachsene Lernende in einer Schweizer Bibliothek mit offenem Laptop und handschriftlichen Notizen
  • Quellen und verwendete Hilfsmittel offenlegen.
  • Datenschutz bei Lernplattformen vor dem Einsatz prüfen.
  • Analoge Gesprächs- und Übungsräume erhalten.
Technologie ist dann bildungswirksam, wenn sie Fragen vertieft, statt sie abzukürzen.

Digitale Bildung in Zahlen

Einige Kennzahlen helfen, den Stand der Digitalisierung in Schweizer Bildungseinrichtungen einzuordnen. Die Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Berichten kantonaler Bildungsdirektionen.

26

Kantone mit eigenen Leitlinien zum Umgang mit KI-Werkzeugen im Unterricht

3

Schulstufen, für die separate Empfehlungen zur Nutzung generativer Systeme bestehen

1

Nationale Koordinationsstelle für digitale Bildung, die kantonale Leitlinien vergleicht

2026

Jahr, in dem mehrere Kantone ihre Prüfungsrichtlinien zu Hilfsmitteln überarbeitet haben

Einsatzbereiche im Vergleich

Nicht jeder Einsatz von KI-Werkzeugen in der Bildung ist gleich zu bewerten. Die folgende Übersicht ordnet drei typische Anwendungsfälle ein.

AnwendungsfallChanceOffene Frage
Übungsaufgaben generierenIndividuelles Tempo, mehr ÜbungsmaterialQualitätssicherung der generierten Aufgaben
Textentwürfe unterstützenStruktur für erste FassungenAbgrenzung zwischen Hilfsmittel und Eigenleistung
SprachlernanwendungenZusätzliche Übungsmöglichkeiten ausserhalb des UnterrichtsUmgang mit Lerndaten von Minderjährigen

Checkliste für Lehrpersonen

  1. Prüfen, ob eine geplante Anwendung den kantonalen Leitlinien entspricht.
  2. Lernziele vor dem Einsatz eines Werkzeugs klar formulieren.
  3. Datenschutzerklärung der eingesetzten Plattform sichten.
  4. Erlaubte Hilfsmittel bei Prüfungen schriftlich festhalten.
  5. Rückmeldungen von Lernenden zum Einsatz systematisch einholen.

Häufige Fragen

Dürfen Schülerinnen und Schüler generative Systeme frei nutzen?

Das hängt von der jeweiligen Schule und Stufe ab. Viele Kantone verlangen eine ausdrückliche Regelung durch die Lehrperson.

Werden Lerndaten an Dritte weitergegeben?

Das hängt vom eingesetzten Anbieter ab. Schulen sollten dies vor der Einführung einer Plattform vertraglich klären.